Diamant hilft: Kondensat oder Schwitzwasser im Wintergarten vermeiden

10
Dez
Diamant hilft: Kondensat oder Schwitzwasser im Wintergarten vermeiden
Diamant hilft: Kondensat oder Schwitzwasser im Wintergarten vermeiden
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  • Kondenswasser . Schimmel . Schwitzwasser .

Alle Jahre wieder, wenn es draußen kalt wird und die Heizungen aufgedreht werden, schleicht sich ein ungebetener Gast in den Wintergarten — Schwitzwasser! Der Laie mag zuerst annehmen, dass es sich dabei um bauliche Mängel handelt oder das Wasser von außen Eintritt. In den meisten aber Fällen kann dies ausgeschlossen werden. Viel mehr liegt dem feuchten Treiben ein thermodynamisches Prinzip zu Grund.

Die klimatischen Verhältnisse eines Wintergartens unterscheiden sich ganz erheblich durch seine Konstruktion (Tragwerk, Glasleiste und die Verglasung) von einem normalen Wohnraum und bieten im Vergleich zu einer gemauerten Hauswand eine relativ schlechte Wärmedämmung. In der kalten Jahreszeit Herbst und Winter kann es deshalb zu Problemen mit Schwitzwasser kommen.

Schwitzwasser im Wintergarten

Die Scheiben beschlagen, Polster und andere Stoffe werden feucht und klamm, im schlimmsten Fall tropft es sogar von der Decke und nach kurzer Zeit bildet sich Schimmel. Zusätzlich strahlen die Glasflächen die Kälte in den Innenraum und es kommt zu gefühlten Zugerscheinungen.

Wie entsteht Kondensat oder Schwitzwasser im Wintergarten ?

Die Bildung von Kondensat oder Schwitzwasser ist sehr schnell und einfach erklärt. Entscheidend für die Entstehung sind zwei entscheidende Faktoren: Temperatur und Luftfeuchtigkeit.  Warme Luft hat eine höhere Speicherfähigkeit als kalte Luft. Je wärmer also die Luft ist, desto mehr Wasser kann von Ihr aufgenommen werden. Kühlt diese mit Feuchtigkeit angereicherte Luft ab, gibt Sie das gespeicherte Wasser wieder an die Umgebung ab — Kondensat entsteht. Das kann man sich wie bei einem Schwamm vorstellen. Je größer die Fläche, desto höher der Wasseranteil der aufgenommen wird. Sinkt die Temperatur, respektive die Größe des Schwamms, nimmt auch die Wasseraufnahme stetig ab. Es bleibt somit Wasser übrig. Dieses Wasser setzt sich immer an den kältesten Stellen (Glasleiste oder Profil an den Ecken) ab.

Warum bildet sich nicht überall im Wintergarten Schwitzwasser?

Eine berechtigte Frage. Im Wintergarten existieren unterschiedliche Klimazonen. Wichtig für die Raumtemperatur sind folgende Faktoren:

  • Dämmung der Wände
  • Dämmung der WändeStandpunkt der Heizquelle
  • wie gleichmäßig kann sich diese im Wintergarten ausbreiten.

Die Wassermenge in der Luft ist im gesamten Raum gleich. Variieren die Temperaturen, sind variiert auch die Wassermengen welche die Luft speichern kann. Fällt an bestimmten Stellen die Temperatur stark ab, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit umgehend und es setzt sich Schwitzwasser ab.

Wichtig zu wissen ist auch,  dass die Raumtemperatur nicht entscheidend für die Bildung von Schwitzwasser ist. Ist genügend Feuchtigkeit in der Luft gespeichert, kann auch bei Zimmertemperaturen z.B. in subtropischen Gebieten Kondensat entstehen.

Ein kleines Beispiel:

Wenn bei einer Raumtemperatur von 20 Grad und 50 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit die Temperatur halbiert wird, bleibt die Hälfte an Flüssigkeit übrig, weil diese ist der abgekühlten Luft nicht mehr gespeichert werden kann. Die Flüssigkeit kann von der 10 Grad wärmeren Luft nicht aufgenommen werden. An den kältesten Stellen bildet sich das Schwitzwasser zuerst, da hier die Lufttemperatur am geringsten ist.

Wie kann man der Kondensatbildung vorbeugen?

Die Bewohner tragen durch Ihre Atemluft, falschem Lüften, Pflanzen, Wasserspielen und feuchten Kleidungsstücke die im Wintergarten aufgehängt werden zur Bildung von Kondensat bei. Kondenswasser lässt sich nur verhindern, wenn die relative Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent liegt. Darunter ist Schwitzwasserbildung nicht möglich. Dies erfordert an jeder Stelle im Wintergarten eine ausgewogene Kombination aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • durch intelligentes Lüften
  • Dämmung der WändeStandpunkt der Heizquelleüber einen Entfeuchter (bis 18 Grad)
  • über einen Adsorptionstrockner (unter 15 Grad)

Unsere Lösung Ihres Schwitzwasserproblems

Um die Bildung von Schwitzwasser und Zugerscheinungen zu verhindern, braucht der Wintergarten das passende Heizsystem. Bei der DIAMANT Wintergartenheizung wird die kalte Raumluft unten abgesaugt, erwärmt und die erwärmte Luft wird an das kalte Profil und Glas geblasen. Dadurch wird der Taupunkt überschritten und es kann sich kein Kondensat mehr bilden. Zusätzlich strahlen die Glasflächen die Wärme in den Raum und tragen zum Wohlfühlklima im Wintergarten bei.

Sie möchten mehr zu diesem Thema erfahren? Dann kontaktieren Sie uns...

Die DIAMANT Heiz- und Klimasysteme GmbH befasst sich seit 1995 mit der Konstruktion, Herstellung und dem Vertrieb von Wärmepumpen für Wintergärten und Klimaanlagen.

2 KOMMENTARE
  1. Egon Witt
    Januar 23, 2019 Antworten

    Guten Tag, wir haben einen an unserem Wohnzimmer einen Wintergarten.
    Ca. 2,8 m breit x 1.8 m tief. Nach draußen sind
    3 bodentiefe Fenster angebracht. Heizung ist nicht drin. Früher hatten die Scheiben oben Entlüftungslamellen, sind aber entfernt worden. Wir haben alles Mögliche probiert
    Stoßlüften, Heizen mit kl. transportablen Heizlüfter usw. Können Sie mir einen Rat geben.
    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
    Egon Witt

    1. Diamant
      Januar 25, 2019 Antworten

      Grüß Gott, sehr geehrter Herr Witt,
      herzlichen Dank für Ihre Zeit den Blog auf unserer Internetseite zu lesen. Da Sie selbst Probleme mit dem Kondensat in Ihrem Wintergartenvorbau haben, möchte wir Ihnen vor allem die Ursachen erklären. So können Sie zukünftig kontraproduktive Gewohnheiten überdenken die förderlich für Schwitzwasserbildung sind.

      Das Wohnzimmer besteht aus Mauern und einer großen Glasfront von 2,8 Meter Länge und einer Höhe von 1,8 Meter (5,04 m² Glasfläche). Das Wohnzimmer wird mit einer Heizung von 23°C aufgeheizt (Temperatur angenommen). Darin befinden sich Pflanzen, Menschen und die Küchentür ist immer offen. Somit nimmt die Wärme von 23°C etwa 50 Prozent Luftfeuchtigkeit (Wasserdampf, Atem, Pflanzenausdunstung, Gießwasser, usw.) auf. Die Luft wird durch die Heizköper erwärmt und die Fenster (Glasscheiben) sorgen für die Thermik der Heizungsluft im Raum. Diese Thermik schiebt die erwärmte Luft (80 cm nach oben bis zur Decke) in das Wohnzimmer. Die kältere Luft im Wohnzimmer in Bodennähe bewegt sich zum Fenster hin und wird durch den Heizkörper wieder erwärmt. Die Wände nehmen die Heizungswärme auf, speichern diese (Wandtemperatur kann bis etwa 3°C unter Raumtemperatur sein) und geben diese wieder als Strahlungswärme ab. Dieser Luftkreislauf vollzieht sich den ganzen Tag und die ganze Nacht. Alles ist somit in Ordnung.

      Durch die große Glasfront verändert sich die Thermik der Luft jedoch komplett. Die Heizkörper arbeiten weiter wie beschrieben. Die erwärmte Luft steigt nach oben und wandert nun in Richtung der kalten Glasfront. Die Glasfront (egal ob 1fach, 2fach oder 3fach Glasscheibe) ist immer kälter als die Wand und kann keine Wärme speichern. Je kälter die Glasabstrahlung desto mehr warme Luft wird angesaugt. Sobald die 23° C warme Luft das Glas oder Profil berührt, wird diese heruntergekühlt. Durch das abkühlen der Luft (von 23°C) auf etwa 16°C, bleibt Luftfeuchte übrig. Grund: 16°C kalte Luft kann nicht dieselbe Menge Wasser aufnehmen wie 23°C warme Luft. Somit kondensiert das überschüssige Wasser an den kalten Scheiben und Profilen. Vergleichen Sie es mit einem Schwamm in einem Eimer. Der Schwamm saugt alles Wasser auf, bis er voll und der Eimer leer ist. Schütte Sie Wasser nach, kann er nichts mehr aufnehmen. Es bleibt Wasser im Eimer übrig.

      Wenn Sie nun die Glasfront als Gesamtes sehen, ist die Temperatur von 22°C nicht auf die 5,04 Quadratmetern gleich verteilt., sondern sehr unterschiedlich. In der Mitte der Glasflächen ist die beste Isolierung (22°C), nach oben kann es wärmer werden (25°C) und nach unten wird es kälter (16°C). Dazu kommt noch die Richtungen rechts und links der Glasfront dazu. Diese fallen nochmals um etwa 3°C oben oder unten aus. Wird der Taupunkt (Kondensatbildung) unterschritten bildet sich Kondensat. Das Wasser entsteht immer am Rand (rechts, links, oben und unten). Das kommt durch die natürliche Heizungsthermik und die Kaltabstrahlung des Glases. Kommt jetzt noch ein Glasdach von 1,80 Meter dazu, verändert sich die Heizungsthermik nochmals. Die kalte Glasdecke, drückt die warme Heizungsluft in den Raum zurück und kalte Abstrahlung fällt auf den Boden. Jetzt entsteht ein Luftzug auf Bodenhöhe und man hat das Gefühl ein Fenster ist geöffnet. Da die Wärme durch das Glas im Dach ins Weltall ungehindert verschwinden kann (Dachrollladen verhindert dies).

      Diese Zahlen sind nur ein Beispiel und von der Glasart abhängig.

      Merksatz: Wärme zieht es immer zur Kälte!!!!

      Einfache Lösungen zum Verstehen:
      Wenn Sie nun einen Fön nehmen und das Glas erwärmen, ist das Kondensat komplett weg. Als Zweites kann man die Raumluftfeuchte minimieren – Stichwort Lüften. Dadurch wird der Taupunkt gesenkt und es entsteht weniger oder kein Kondensat. Wenn Sie die Fenster öffnen, kann warme Luft mit gesättigter Luftfeuchte entweichen und durch kalte trocknere Frischluft ausgetauscht werden. Wichtig dabei, bitte unbedingt Stoßlüften (Fenster öffnen) und nicht Fenster kippen. Der Fehler liegt in den allermeisten Fällen an einer falschen Heizung oder an falschen Heizgewohnheiten. Aus diesem Grund war es uns wichtig Ihnen die Ursachen aufzeigen und erklären.

      Übrigens: Mit dem DIAMANT Heiz- und Kühlgerät haben Sie diese Kondensat-Problem komplett ausgeschlossen da es die Luft entfeuchtet. Zusätzlich kann das Gerät binnen Minuten die Temperatur der Raumluft erhöhen oder in der Übergangszeit als Alleinheizung genutzt werden. Im Sommer kann das System zudem das Wohnzimmer kühlen und die Luft erfrischen. Das nennt man dann Wohlfühlklima schaffen.

      Ihr Diamant Team

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